Geschichte der Psychiatrie

2017

Flächenangebot des Krisendienstes Psychiatrie Oberbayern nach dem Vorbild des Krisendienstpsychiatrie München

2015

offizielle Entschuldigung der DGPPN bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Schneider (Aachen) DGPPN

2011

Entlassung von Gustl Mollath nach Eingestehen eines Justizirrtums http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#Torhorst

2009

Suizid Robert Enke, Torhüter Hannover 96 verändert das Bewusstsein für psychische Erkrankungen in der Öffentlichkeit

2008

folgte die sozialrechtliche Einführung des »Persönlichen Budgets« für »psychisch Behinderte«, die dadurch nun Einfluss auf die Mittelverteilung nehmen können

2005-2007

Startschuss für die EX-IN Bewegung war ein europäisches Forschungsprojekt (Leonardo da Vinci), in dessen Rahmen Wissenschaftler, Fachkräfte und Psychiatrieerfahrene aus Europa von 2005-2007 Fragen alternativer Psychiatrie erforscht haben. Dabei sollten die Erkenntnisse und Erfahrungen von Psychiatrieerfahrenen in den Mittelpunkt gestellt werden.

2005

die ambulante psychiatrische Pflege (APP) versicherungsrechtlich anerkannt worden

2000

Anderkennung der Soziotherapie versicherungsrechtlich

1998

das Psychotherapeutengesetz (berufs- und kassenrechtliche Gleichstellung der Psychologischen Psychotherapeuten)

1995

Umsetzung der Psychiatrieenquete in Bayern
Dezentralisierung - Regionalisierung (selbstbestimmtes Leben musste trainiert werden, raus aus den "Gefängnissen" der geschlossenen Abteilungen in offene Einrichtungen), Esskultur, Selbstständigkeit im Alltagsleben)
Psychiatrie im Akutkrankenhaus "durch die gleiche Tür gehen", bay. Psychiatrieplan, 20 Jahre Enquete Auslauf der Übergangszeit

Umstellung klassische Medikamente (nicht mehr nur Ruhigstellung) auf neuere Generation Psychopharmaka (geringere Nebenwirkungen) deutlich verbessertes Körpergefühl, Faustregel Medikamente: so wenig wie möglich, soviel wie nötig

Das Sozialgesetzbuch (SGB) XI §14 beinhaltet auch psychiatrische Krankheitsbilder

1992

aus dem Vormundschaftsrechts wurde das Betreuungsgesetz (Beruf des »gesetzlichen Betreuers«). Basis in einem oder mehreren Lebensbereichen

1991

die PsychPV (Psychiatrie-Personalverordnung) (Aufstockung des Personals, Bettenabbau)

1988

Gründung und Formulierung Arbeitskonzepte: SPDI (Sozialpsychiatrische Dienste)

1984

Gründung Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK, heute: Familienselbsthilfe Psychiatrie), Stellvertretende Vorsitzende Frau Eva Straub

1980

1. BAR Empfehlungsvereinbarung RPK (Modellvorhaben mit einer RPK-Einrichtung pro Bundesland, Ausnahme Bayern 2 Einrichtungen)
Vorreiter Land Bremen: Bremer Senat beschließt die Abschaffung Nervenklinik. Stattdessen wurde ein Gemeindepsychiatrischer Verbund gegründet

1975

Psychiatrieenquete Bundesregierung
Sozialpsychiatrie entsteht: Auflösung der Landeskrankenhäuser, Regionalisierung der Behandlung, Selbstbestimmtes Alltagsleben, Soziale Reha
Gemeindepsychiatrie: vernetzte, multiprofessionelle Versorgungslandschaft. Schaffung der Konzepts der RPK (Rehabilitation für Menschen mit psychischer Erkrankung)

Anregung neuer Therapieformen, die ressourcenorientiert sind

1974

Gründung BayGSP (Gründungsmitglied Dr. Arnold Torhorst)

1972

Gründung DGSP

1970

Mannheimer Kreis. Die deutsche Sozialpsychiatrie formierte sich 1970 auf Kongressen und im »Mannheimer Kreis«, aus dem die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) hervorging. 1971 nahm eine Sachverständigenkommission des Deutschen Bundestags mit 200 Mitarbeitern unter der Leitung von Caspar Kulenkampff (1922– 2002) die Arbeit auf und schuf bis 1975 eine umfassende Bestandsaufnahme samt Reformvorschlägen (»Psychiatrie-Enquete«). Sie enthielt Empfehlungen: - zur Gleichstellung von psychisch und somatisch Kranken, - zum Aufbau einer gemeindenahen Versorgung sowie - Anregungen für bedarfsgerechte, präventive und nachsorgende Hilfen. In »Standard-Versorgungsgebieten« für jeweils ca. 250.000 Einwohner sollten ambulante Dienste (niedergelassene Psychiater, Sozialpsychiatrische Dienste), stationäre und teilstationäre Hilfen (Akutklinik, Tagesklinik) sowie komplementäre Einrichtungen (Rehabilitation, Betreutes Wohnen, Heime, Kontakt- und Begegnungsstätten) zusammenwirken.

1960-1970

Heinz Häfner, Walter von Baeyer und Klaus Peter Kisker (1965) sprachen in der »Denkschrift« Dringliche Reformen in der psychiatrischen Krankenversorgung der Bundesrepublik von einem »nationalen Notstand« und schlugen den Aufbau von 250 »psychiatrischen Gemeindezentren« vor (mit stationärer Abteilung, Nacht- und Tagesklinik, Ambulanz und Rehabilitationsdienst).

50er-Jahre

Einführung der modernen Psychopharmaka. 1952 Einführung des Neuroleptikum (Promethazin).

Entstand im deutschsprachigen Raum die sogenannte »anthropologische Psychiatrie« (Ludwig Binswanger, Wolfgang Blankenburg). Viele ihrer Vertreter förderten die Psychiatriereform auf der Grundlage einer patientenorientierten Psychopathologie und eines philosophisch untermauerten, »ganzheitlichen« Menschenbilds.

1939-1945

Psychiatrie im 3. Reich

T4 Gedenkstätte Berlin

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