Glossar

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Lexikon

Begriff Definition
Therapeutische Wohngemeinschaft

Therapeutische Wohngemeinschaft (TWG)

Die Therapeutische Wohngemeinschaft kann nach dem Sozialtherapeutischen Wohnen folgen. Diese Entwicklungsstufe zeichnet sich durch deutlich mehr Autonomie aus, in der es therapeutische Unterstützung, aber keine Rund-um-Betreuung gibt.

Synonyme - TWG
Sozialtherapeutisches Wohnen

Sozialtherapeutisches Wohnen (STW)

Im Sozialtherapeutischen Wohnen leben Menschen mit einer psychischen Erkrankung unter vollstationären Bedingungen. Unser Betreuungs- und Therapeutenteam begleitet und unterstützt sie bei ihrer Lebensgestaltung und Weiterentwicklung.

Synonyme - STW
Schizophrenie

Wenn Wahrnehmung, Denken und emotionales Erleben gestört sind

Als Schizophrenie werden psychische Erkrankungen mit ähnlichem Symptommuster bezeichnet, die zur Gruppe der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis gehören. Je nach vorherrschenden Symptomen werden mehrere Untergruppen dieser Psychosen unterschieden, z.B. paranoide, hebephrene oder katatone Schizophrenie. Zentral sind schwere Störungen von Wahrnehmung, Denken und emotionalem Erleben. Sehr bekannt ist das Auftreten meist akustischer Halluzinationen in Form von Stimmenhören. Beim sogenannten Wahn oder wahnhaftem Erleben ist der Betroffene von Dingen überzeugt, die einer Realitätsprüfung nicht standhalten können. Das kann bedeuten, dass er einer logischen Argumentation nicht zugänglich ist. Kennzeichnend ist auch die Empfindung, dass Gedanken von außen eingegeben oder abgezogen werden, dass die Umwelt als „unecht“ oder „gemacht“ empfunden wird.
In vielen Fällen tritt nur eine einmalige Krankheitsphase auf. Bei etwa einem Drittel der Erkrankten kommt es nach einem Verschwinden der zunächst aufgetretenen Symptome zu weiteren Krankheitsphasen. Zudem gehen bei einem weiteren Drittel die Symptome auch zwischen akuten Phasen nicht wieder komplett zurück. Besonders bei den zuletzt genannten beiden Gruppen hat die Erkrankung erhebliche Auswirkungen auf das soziale und berufliche Leben.

Rehabilitation

Rehabilitation (lateinisch rehabilitatio, „Wiederherstellung“), kurz Reha, bezeichnet allgemein eine Wiedereingliederung und speziell (insbesondere versicherungsrechtlich) Maßnahmen zur medizinischen Wiederherstellung, beruflichen Wiederbefähigung und sozialen Wiedereingliederung.

Persönlichkeitsstörung

Wenn das Denken und Handeln nicht zur Situation passen

Als sogenannte Persönlichkeitsstörungen werden langfristige charakteristische Erlebens- und Verhaltensmuster bezeichnet, die nach charakteristischen Merkmalen unterteilt werden können, wobei häufig Überschneidungen vorkommen. Die Verhaltensmuster wirken oft unflexibel und der jeweiligen Situation nicht angemessen. Daraus kann mit der Zeit eine reduzierte Leistungsfähigkeit in allen Lebensbereichen und ein persönlicher Leidensdruck entstehen, manchmal entwickelt sich eine depressive Erkrankung, die davon abgegrenzt betrachtet werden muss. Weiterhin müssen organische Wesensänderungen, z.B. nach einem Schädelhirntrauma, oder auch eine Autismusspektrum-Störung abgegrenzt werden.

Depression

Wenn die Gedanken kreisen und die Freude schwindet

Eine Depression ist gekennzeichnet durch gedrückte Stimmungslage, Grübeln und Gedankenkreisen, dem Gefühl von Hoffnungs- und Freudlosigkeit und einem verminderten Antrieb, zudem können verschiedene Ängste auftreten. Leistungsfähigkeit, Interessen und Lebenssinn gehen verloren, auch die Denkfähigkeit leidet. In der Folge kommt es oft zu einem Rückzug aus dem sozialen Umfeld und Vereinsamung. Häufig bestehen auch körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Unruhe, Appetitlosigkeit oder Erschöpfung. Die Symptome können als einmalige Episode oder wiederholt und in verschiedenen Schweregraden auftreten. Man spricht dann von einer leichten, mittelgradigen und schweren depressiven Episode, bei letzterer kann es auch zum Auftreten von eigenartigen Zuständen wie dem Hören von Stimmen oder für andere Menschen nicht nachvollziehbare Gedanken kommen, dann spricht man von sogenannten psychotischen Symptomen.

Bipolare Störung

Wenn die Stimmung Achterbahn fährt

Bei der bipolaren Störung handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die durch extreme Schwankungen von Stimmung und Antrieb gekennzeichnet ist. Diese Schwankungen treten phasenhaft auf, Häufigkeit und Dauer der einzelnen Phasen sind sehr unterschiedlich. Der Betroffene pendelt zwischen niedergeschlagener Stimmung, Ideen- und Interesseverlust und Antriebslosigkeit („depressive Phase“) einerseits und gereizter oder euphorischer, überschwänglicher Stimmungslage, wenig Schlafbedarf und gesteigertem Antrieb („manische Phase“) andererseits hin und her, ohne dies willentlich beeinflussen zu können. Dazwischen können auch Phasen mit ausgeglichener Stimmung und normaler Antriebslage auftreten. Das wechselnde Aktivitäts- und Belastungsniveau und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen führen dazu, dass keine kontinuierliche Leistungsfähigkeit abrufbar ist. Vor allem persönliche Beziehungen leiden häufig unter der mit der Symptomatik einhergehenden Unberechenbarkeit. Nicht selten kommt es zum Verlust des Arbeitsplatzes und der auch soziale Halt in der Familie geht verloren.

Betreutes Einzelwohnen

Betreutes Einzelwohnen (BEW)

Das Betreute Einzelwohnen kann die langfristige Entwicklungsperspektive für die anderen Wohnformen sein. Die Betreuung findet ambulant in einer eigenen Wohnung statt. Unsere Therapeut:innen unterstützen bei der selbständigen Lebens- und Haushaltsführung.

Synonyme - BEW

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